gwrm medlounge „KI, aber sicher: Pragmatische Use Cases jenseits der Diagnostik für die Geschäftsführung“
Am 9. März fand die medlounge der gesundheitswirtschaft rhein-main e.V. (gwrm) zum Thema „KI, aber sicher: Pragmatische Use Cases jenseits der Diagnostik für die Geschäftsführung“ statt, zu der der gwrm-Vorsitzende Stefan Grüttner die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Sky Lounge von PwC im 48. Stock des Tower 185 in Frankfurt a.M. begrüßte.
Zu Beginn der Veranstaltung stellte Michael Ey, Global Health Services Leader bei PwC Deutschland, die Ergebnisse des gerade veröffentlichten „Healthcare Barometer 2026“ vor, eine repräsentative Bevölkerungsbefragung zum deutschen Gesundheitswesen. Die Studie fokussiert die allgemeine Zufriedenheit der Deutschen mit dem Gesundheitswesen sowie die Einschätzung zu Krankenversicherungen (GKV und PKV), zur Pharmabranche als auch zu Digitalisierung, Integration und Prävention. Ey zeigte auf, dass die Deutschen sich Sorgen um die Finanzierbarkeit von Gesundheit machen. Steigende Kosten, Fachkräftemangel, ein hohes Maß an Bürokratie, lange Wartezeiten auf Termine und eine schleppende Digitalisierung: Das sind nur einige der großen Herausforderungen des deutschen Gesundheitswesens. Auch die Bürgerinnen und Bürger haben wohl erkannt, wie sehr das System kränkelt: Nur noch 50 Prozent zählen ihr Gesundheitswesen zu den Top-3-Systemen weltweit.
Danach präsentierte Jörg Asma, Consulting Leader Healthcare bei PwC Deutschland, anhand von sieben Use Cases, wie Künstliche Intelligenz (KI) im Gesundheitsbereich pragmatisch eingesetzt werden kann und warum KI-Diagnostik nicht das erste Projekt für Geschäftsführungen sein sollte, da diese meist langwierig und kostenintensiv sind. Asma führte aus, dass das größere Potenzial im Bereich Administration und Prozesse liegt, da dort regulatorische, ökonomische und operative Sicherheit am ehesten gewährleistet werden können. „Während wir auf die perfekte KI-Diagnostik warten, ertrinken unsere Ärzte in Arztbriefen“, so Asma. Dies erläuterte er an sieben Use Cases zum KI-Einsatz bei Arztbriefschreibung, Terminplanung (via TI-Messenger), Belegungsplanung über Codier-Assistenzsystem, Entlassmanagement bis hin zu Predictive Maintenance und Beschaffung sowie Personalmanagement und Dienstplanung. Zum Abschluss stellte er eine Umsetzungs-Roadmap vor, die vom Quick Win über Skalierung bis zur Transformation drei Horizonte der KI-Einführung skizziert und nannte fünf Erfolgsfaktoren für die Geschäftsführung.
In der daran anschließenden lebhaften Diskussion mit dem Publikum, die Prof. Lilia Waehlert (Charlotte Fresenius Hochschule) moderierte, wurden Erfahrungen und Einschätzungen zum KI-Einsatz in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens diskutiert. Der Abend klang mit einem anschließenden Get-Together aus.
Impressionen der medlounge vom 09.03.2026:
copyright: Jochen Kratschmer, Photo-Design






























